IN MITARBEITERPORTALEN
SCHLUMMERT VIEL POTENZIAL
Das Potenzial intranetbasierter Mitarbeiterportale wird von vielen Unternehmen
bislang nicht ausgeschöpft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie
von Cap Gemini Ernst & Young, an der sich 83 grosse deutsche Unternehmen
beteiligten. Dennoch: Von der Einführung einer Portallösung
versprechen sich 68 Prozent der Unternehmen Kosteneinsparungen vor allem
bei administrativen Tätigkeiten sowie eine Verbesserung der Qualität
der hinterlegten Daten.
Auch die Effizienzsteigerung haben die Unternehmen im Auge: 45 Prozent
erwarten eine steigende Produktivität ihrer Mitarbeiter. Immerhin
noch ein Viertel verspricht sich einen einheitlicheren Wissensstand der
Mitarbeiter und schnelleren Zugriff auf Informationen. "Die finanziellen
Gründe bilden wie so häufig den Dreh- und Angelpunkt bei der
Einführung oder dem Ausbau eines Mitarbeiterportals", erläutert
Martin Classen, Leiter des Human Resources Beratungsbereichs bei Cap Gemini
Ernst & Young. "Den Weg zu einer umfangreichen Intranetlösung
haben bislang nur wenige - meist aus der Hightech-Branche stammende -
Unternehmen zurückgelegt."
Auf der Liste mit den grössten Hindernissen stehen hinter den Budgetgründen
mit 64 Prozent die fehlende Akzeptanz bei den Mitarbeitern mit 46 Prozent
und fehlende Verantwortlichkeiten im Unternehmen für den Aufbau und
Betrieb eines Portals mit 41 Prozent. Hinzu kommt, dass 37 Prozent der
befragten Unternehmensvertreter der Ansicht waren, mehr als die Hälfte
ihrer Mitarbeiter sei für die Arbeit mit dem Intranet nicht ausreichend
qualifiziert, obschon mehr als die Hälfte der befragten Firmen nahezu
sämtlichen Mitarbeitern Zugang zum eigenen Intranet ermöglichen!
Nur lediglich jedes fünfte Unternehmen - meist aus dem produzierenden
Gewerbe oder Transportfirmen - erreicht weniger als 20 Prozent der Belegschaft.
Quelle: Cap Gemini Ernst & Young