IDENTIFIKATION
UND ENTWICKLUNG VON FÜHRUNGSKRÄFTEN
Unternehmen betrachten die Entwicklung von Führungskräften
zunehmend als wichtige Voraussetzung für ihren Geschäftserfolg.
Das Problem ist nur, dass 78 Prozent der Betriebe Schwierigkeiten bekunden,
qualifizierte Nachwuchs-Führungskräfte überhaupt zu identifizieren.
Dies ist das überraschende Ergebnis der Studie «Leadership
Forecast 2003-2004», für die von Development
Dimensions International (DDI) rund 1'600 Führungskräfte, 1'500 Mitarbeiter
und 117 Personalverantwortliche privater und öffentlich-rechtlicher
Unternehmen in 14 Ländern befragt worden sind.
Nachfolgeplanung steckt mehrheitlich noch in den Kinderschuhen
Von den Unternehmen, die an der Umfrage teilnahmen, verfügen nur
gerade 46 Prozent über einen definierten Prozess für die Identifikation
und Entwicklung potenzieller Führungskräfte. Für die Studienleiter
von DDI ist dieses Ergebnis alarmierend, hat sich doch jede zweite Stellenbesetzung
als nicht erfolgreich erwiesen, wenn diese ohne strukturiertes Nachfolgemanagement
erfolgte.
Auch in den Betrieben, die ein Nachfolgemanagement vorweisen können,
bezieht sich dieses überwiegend auf die Ebene der Geschäfts-
und Bereichsleiter. Das mittlere Management wird vernachlässigt.
In jedem fünften Unternehmen, das Nachfolgemanagement betreibt, wird
dieses zudem nicht auf die Unternehmensstrategie abgestimmt. Zumindest
dieser Missstand scheint von den befragten Unternehmen erkannt, wollen
doch im Vergleich zum Jahr 2001 deutlich mehr Betriebe die systematische
Identifikation und Entwicklung von Führungskräften explizit als Geschäftsziel
formulieren. Ob damit in Zukunft nicht mehr rund zwei Drittel aller Nachwuchsführungskräfte
über ihre Entwicklungschancen im Unklaren gelassen werden, wie dies
bis anhin der Fall war, bleibt abzuwarten.
Quelle: Development
Dimensions International (DDI)