GANZHEITLICHERES
VERSTÄNDNIS VON E-LEARNING
Obschon das Potential von E-Learning im Rahmen der Personalentwicklung
heute grundsätzlich unbestritten ist, dominieren zunehmend Fragen
zur Wirtschaftlichkeit aber auch zur Komplexität der eingesetzten
IT-Systeme die Diskussion. Vor diesem Hintergrund postuliert ein aktuelles
«White Paper» der international tätigen Unternehmensberatung
Detecon Consulting ein ganzheitlicheres Verständnis von E-Learning.
Für die vorliegende Publikation wurden Verantwortliche aus 21 Grossunternehmen
interviewt, die durchschnittlich 120'000 Mitarbeiter beschäftigten
und einen mittleren Jahresumsatz von 30 Mrd. Euro erzielten. Die Interviews
machen deutlich, dass in den befragten Unternehmen die Zukunft von E-Learning
weiterhin positiv gesehen wird. Auf Basis der gemachten Erfahrungen gehen
insbesondere grosse Unternehmen allerdings dazu über, den gewachsenen
Wildwuchs unterschiedlicher Initiativen und Projekte zunehmend zu konsolidieren
und auf deren Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen: Grünes
Licht für E-Learning gibt es in Zukunft nur noch bei einem nachweislich
monetären Nutzen und einem Return on Investment (ROI) innerhalb von
zwei Jahren.
Wandel im Verständnis von E-Learning
Angesichts der zunehmend ökonomisch geprägten Einbettung von
E-Learning-Aktivitäten in den Unternehmensalltag kann von einem grundlegenden
Wandel im Verständnis von E-Learning gesprochen werden: E-Learning
umfasst demnach neben dem elektronisch unterstützten Lernen ebenso
das effektive Management des Lernens. Dazu zählen Aspekte wie Planung,
Steuerung sowie die Kontrolle von Personalentwicklungsprozessen und deren
Organisation.
Die Herausforderung besteht für Unternehmen in Zukunft wohl darin,
diese Erfolgsfaktoren als elementare Bestandteile eines Lern-Wertschöpfungszyklus
zu verstehen. Werden diese Aspekte berücksichtigt, kann E-Learning
zu einem wichtigen Führungsinstrument der Personalentwicklung werden,
dessen Bedeutung weit über die bisherige Betrachtungsweise hinausgeht.
Quelle: Detecon
Consulting