VOM HR-MANAGER
ZUM BUSINESS PARTNER
In den Entscheidungsgremien der meisten Unternehmen sucht man ihn immer
noch vergebens: den HR-Manager, der die Unternehmensstrategie aktiv mitgestaltet.
Nur 44 Prozent der Firmen besitzen einen Vertreter für das HR-Management
auf Vorstands- oder Geschäftsleitungsebene. Und in nur 40 Prozent
aller Fälle ist der leitende HR-Manager tatsächlich Mitentscheider.
In mehr als einem Drittel der Firmen muss er sich mit einer beratenden
Funktion zufrieden geben, in 15 Prozent wird er über die Entscheidungen
des obersten Managements sogar nur informiert. Dies sind Ergebnisse einer
Studie, die Capgemini Deutschland mit Sitz in Berlin gemeinsam mit der
Wirtschaftswoche durchgeführt hat und an der sich 176 grosse mittelständische
bis sehr grosse Unternehmen beteiligt haben.
Der Studie zufolge gibt es Betriebe mit schwachen und solche mit starken
Personalbereichen. Nur letztere sind in der Lage, PE-Themen selbstbewusst,
aktiv und abgestimmt auf die Realität des Unternehmensgeschehens
zu vertreten. In fast jedem dritten Unternehmen ist dies der Studie zufolge
bereits der Fall. Sie beruft sich dabei auf folgende Indizien: In 62 Prozent
der Betriebe ist das HR-Management permanent an der Umsetzungsplanung
strategisch wichtiger Aktivitäten beteiligt. In 61 Prozent der Unternehmen
obliegt ihm das HR-Controlling, in 31 Prozent der Fälle teilt es
sich diesen Job mit dem Finanzbereich. Auch die Verantwortung für
die Betreuung und Entwicklung der Führungskräfte liegt in 63
Prozent der Fälle beim HR-Management, obgleich das wichtige Thema
in der Zukunft tendenziell häufiger beim CEO angesiedelt sein wird,
vermutet die Studie. Ein starker HR-Bereich wird das aber wohl zu verhindern
wissen: Immerhin sehen sich 80 Prozent der HR-Abteilungen, die nach den
zuvor genannten Faktoren als stark bezeichnet werden können, schon
als Partner der Unternehmensbereiche - und bringen das entsprechende Selbstbewusstsein
mit.
Quelle: Cap Gemini Ernst & Young